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Samstag, 29. Dezember 2012

Schattenwölfin

Jolan ist ein riesiges fruchtbares Land.
Regiert wird es von den 4 Clans.
Bärenclan, Wolfsclan, Falkenclan und Adlerclan.
Das Mitglied eines jeden Clans kann sich in das jeweilige Totemtier verwandeln.

Eigentlich wollte Lyna nur ihre Neugier befriedigen, als sie sich in den Palast schlich.
Doch diese verbotene Tat löste eine Kette von Ereignissen aus und das Mädchen, eigentlich nur die Tochter eines einfachen Händler, wird in den Clan der Wölfe aufgenommen.
An der Seite von Lix und True, 2 anderen Wölfen, muss sie nun die Gesetze in den Straßen vertreten.
Bei Streitigkeiten zwischen den Clans ist ihre Postion klar, als jedoch ein Krieg zwischen den 4 Clans und dem einfachen Volk ausbricht, muss sie sich entscheiden.
Für ihre Bestimmung oder für ihre Freunde.
Den sie ist die Schattenwölfin!

Personen :

Lyna - 13, Tochter eines einfachen Händlers, Mutter Wölfin
Lix - 16, Anführer einer Wolfsgruppe, kann Gefühlsriechen
True - 15, seit 2 Monaten in Lix' Gruppe, kann Gefühlsriechen
Jan - 17, Bär, Lynas Vertrauensperson

Wappen von Jölan:

6 Kommentare:

  1. Lyna rannte. Und wie sie rannte.
    Ihre Welt hatte sich auf das Klatschen ihrer nackten Füße auf den gepflasterten Straßen und ihren keuchenden Atem verengt.
    Noch hörte sie niemanden, doch Lyna wusste, das sie kommen würden. Lautlos.
    Die Wölfe.
    Diese nachtschwarzen Gestalten, die all jene verfolgten, die das Gesetz der 4 Clans brachen.
    Warum hatte Lyna auch nicht auf Jan gehört? Seine Warnungen einfach in den Wind geschlagen. Das hatte sie jetzt von ihrer Neugier!
    Ja, Lyna war neugierig gewesen. Und ja, sie hatte das Gesetz der 4 Clans gebrochen.
    Sonst würden die Wölfe sie nicht verfolgen.
    Doch die Verlockung war zu groß gewesen. Die Verlockung des Palastes.
    Der Königspalast war für das gemeine Volk tabu, nur hochrangige Personen mit guten Kontakten sahen je das Innere dieses prächtigen Gebäudes.
    Die Meisten erblickten ihn nur von außen.
    Einige der reicheren Händler waren schon im Palast gewesen. Sie hatten wundersame Dinge erzählt : Von Türmen, höher noch als die höchsten Berge, von Hallen, die die Hauptstadt hätten beherbergen können. Gold und Diamanten, Silber und Edelsteinschmuck soweit das Auge reicht und weiter.
    Lyna hatte diese Gerüchte nur überprüfen wollen. Was war daran so schlimm?
    Doch das Gesetz sah das strenger und es lautete sehr verständlich und kurz :
    Unbefugten ist der Zutritt zum Palast des Königs verboten.
    Und Lyna galt als unbefugt. Also musste sie sich wohl oder übel reinschleichen. Was sie auch tat. Sie hatte die Türme gesehen, die Hallen und den Schmuck. Doch auf dem Rückweg war sie unvorsichtig geworden. Eine der patroullierenden Wachen hatte sie entdeckt.
    Und promt Alarm erhoben.
    Den Palastwachen auszuweichen und sie auszutricksen war ein Kinderspiel, bei den Wölfen sah das allerdings ganz anders aus :
    Die konnten schneller laufen, besser sehen und riechen und sie kannten nur eine Sache :
    Die Jagd.
    Und die Beute dieser Jagd war Lyna.
    Das Mädchen erhob sich von dem kleinen Fass, auf das sie sich kurz gesetzt hatte. Noch war es zu früh für eine längere Verschnaufpause.
    Sie lief wieder los. Das Klatschen ihrer Füße hallte erneut von den Wänden wieder.
    Plötzlich blieb Lyna stehen. Sie wusste nicht genau, was es war, doch irgendetwas warnte sie davor, weiterzugehen.
    Das Mädchen blickte zu Boden. Nur ein paar Zentimeter vor ihren Füßen gähnte ein riesiges Loch. Einen Schritt weiter und sie hätte in dem tiefen Loch festgehangen. Ein gelungenes Fressen für die Wölfe!
    Die Wölfe! Lyna fuhr herum. Noch war keiner zu sehen, doch das Mädchen konnte sie sich bildhaft vorstellen.
    Panisch sah Lyna sich um.
    Das Loch füllte die gesamte Gasse aus und zurück konnte sie nicht, den dann würden de Wölfe sie auf jeden Fall kriegen. Als Ausweg blieben nur die Häuser an den Seiten der Gasse.
    Schnell lief Lyna zur nächsten Tür und rüttelte daran. Verdammt! Verschlossen.
    Sie blickte die Gasse entlang. Noch war diese leer, doch vn weitem erklang das Heulen der Wölfe.
    Geduckt huschte das Mädchen zur danebenliegenden Tür Diese war offen. Lyna schlüpfte hindurch und verschloss die Tür von innen. Vielleicht würden ihre Verfolger sie ja nicht finden?
    Da hörte sie erneut das Heulen eines Wolfes. Es kam vom Dach, vom Dach dessen Hauses, in dem Lyna sich versteckte!!!
    Sie hörte das leise Tappen von Wolfspfoten in der höhergelegenen Etage, ahnte, das die Wölfe Stellung bezogen.
    Wahrscheinlich erwarteten Lynas Verfolger von ihr, das sie jetzt entweder aufs Dach floh oder sich ergab.
    Doch an keines von Beidem dachte Lyna. Nein.
    Ihre Gedanken drehten sich alleine um ihre Flucht.
    Wenn ihr der Weg nach oben und, wie das Kratzen an der Tür verriet, der Weg nach draußen versperrt war, blieb ihr nur noch Einer :
    Der Weg nach unten.
    In den meisten Kellern des äußeren Ringes der Stadt gab es Verbindungsgänge zu dem Tunnelsystem, dem häufigsten Fluchtweg der Diebe.
    Lyna kannte sich dort relativ gut aus, und auch wenn ihr dieser Teil der Stadt nicht so vertraut war wie andere. Es war eine Chance.
    Leise begab sich das Mädchen zur Kellertreppe.

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  2. Lix war ein erfolgreicher Wolf. Mit 12 Jahren war er zum Leitwolf einer Gruppe von 7 Wölfen ernannt. Jetzt, wo er 16 war, befehligte er 15 Wölfe. Und musste irgendwelche erfolglosen Palastdiebe verfolgen.
    Lix seufzte auf. Das Mädchen, dem sein Rudel auf den Fersen war, war jünger als er und hatte rein gar nichts aus dem Palast entwendet, dies verrieten ihre Spuren.
    Aber sie hatte den Palast ohne Erlaubnis betreten und ihn auch wieder verlassen. Und dies verstieß gegen eines der Gesetze der 4 Clans. Weil die Palastwachen zu unbegabt waren musste Lix das Mädchen jetzt fangen. Seine wertvolle Zeit verschwenden.
    Er seufzte erneut und verlagerte sein Gewicht.
    Bis jetzt lief alles perfekt : Das Mädchen war in die Gasse gelaufen, hatte dann an der Grube haltgemacht und war dann zum einzigen offenen Haus gelaufen. Dorthin, wo Lix' Rudel stand.
    Die Tür war zwar zu, aber ein Teil seiner Wölfe liefen die Gasse hinauf und standen fast davor. Durch diese Tür konnte das Mädchen also nicht fliehen. Im gesamten Obergeschoss waren ebenfalls Wölfe positioniert, dort lag auch Lix auf der Lauer.
    Auch im Erdgeschoss waren einige Wölfe, allerdings weder im Vorraum noch im Flur. Das Mädchen sollte ja nicht zu früh Verdacht schöpfen.
    Lix lächelte schadenfroh, was in seinem Wolfskörper aber eher beängstigend aussah.
    True, eine junge Wölfin, schaute in von der Seite komisch an. Mit einer kurzen Kopfbewegung winkte er sie ab. Gespräche würden nur die Aufmerksamkeit des Mädchens auf sich ziehen, was Lix unbedingt verhindern wollte.
    Das Wolfsmädchen wandte sich immer noch leicht verwundert weg. Lix fletschte unauffällig die Zähne. Diese Neuen!
    True war erst seit ungefähr 2 Monaten in seinem Rudel, davor war sie noch in Ausbildung gewesen, die bei ihr etwas länger gedauert hatte als die der anderen Jungwölfe.
    Doch das Mädchen war eigentlich recht begabt, es hatte bessere Sinne als der Durchschnittswolf und war obendrein wie Lix mit der Gabe des Gefühlsriechen gesegnet, die ihr auch den Zutritt zu seinem Rudel verschafft hatte.
    Leise hörte er, wie das Mädchen im Zimmer unter ihm sich in Richtung Treppe bewegte. Wollte sie etwa aufs Dach? Wollte sie fliehen?
    Lix schnupperte. Er roch einen schwachen Angstgeruch, aber da war noch etwas anderes. Hoffnung ... Hoffnung?!
    Lix fuhr herum, schaute zu Tilan, seinem Stellvertreter.
    ,,Hat dieses Haus einen Keller?", fauchte er. Tilan blickte ihn verständnislos an.
    ,,Hat es einen Keller?", Lix baute sich vor seinem Stellvertreter auf, der erschrocken einige Schritte zurückwich.
    ,,Ja, es hat einen ausgebauten Keller, unterteilt in ...", beeilte dieser sich zu sagen, doch Lix unterbrach ihn hart: ,,Sind dort Wölfe?"
    Eingeschüchtert wicht Tilan erneu einige Schritte zurück.
    Leiser, und doch eindringlicher wiederholte Lix seine Worte. Wer ihn nicht kannte, der würde seine Stimmungsschwankung gar nicht bemerken, doch Tilan erkannte, das Lix wütend war.
    Sehr wütend.
    Der Wolf atmete tief ein und wieder aus, um sich zu beruhigen.
    ,,Ähm ...", stotterte Tilan zögernd.
    ,,Verdammt!", zischte Lix. Alle Wut war verraucht, zurück blieb eine Art Verzweiflung. Er fluchte erneut. Dabei war bist jetzt alles so gut nach Plan gelaufen.
    Doch vielleicht war es des Guten zu viel gewesen ...
    True wandte sich wieder ihm zu. ,,Was ist los?", wollte sie wissen.
    ,,Die Tunnel.", flüsterte Lix tonlos und rannte zur Treppe.

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  3. Lyna beschleunigte ihre Schritte, als sie das Geräusch von laufenden Wölfen von der oberen Etage hörte. Die wollten sie vor der Kellertreppe abfangen!
    Schnell stieß sie die Tür zum Flur auf und schaute zur Treppe hoch. Niemand zu sehen.
    Den Blick auf die Treppe gerichtet lief Lyna darauf zu. Das Geheul vom Dach ertönte wieder.
    Plötzlich sprang ein Wolf aus dem Nebenzimmer. Geistesgegenwärtig ließ das Mädchen sich auf den Boden fallen, machte eine Rolle und ließ so den Wolf über sich hinwegsegeln. Einem weiteren Wolf trat sie ins Gesicht, während sie sich am Treppenabsatz festhielt.
    Sie wollte schon die Treppe zum Keller hinunterrennen, als ein Geräusch von oben erklang. Das Mädchen schaute hoch.
    Dort stand ein Wolf. Seine Flanken bebten, so als ob er lange gelaufen sei, doch an seinen Muskeln sah Lyna die unglaubliche Kraft dieses Geschöpfes.
    Dann trafen sich ihre Augen und für einen kurzen Moment lief für Lyna die Zeit ganz langsam.
    Seine geschlitzten Augen leuchteten in einem kräftigen Gold, und Lyna schämte sich für ihr einfaches lila.
    Gleich darauf war der Augenblick vorbei und sie fand sich erneut in der Wirklichkeit wieder.
    Der Wolf blieb verwirrt einige Sekunden stehen, die leuchtenden Augen starr auf Lyna gerichtet. Doch die zögerte nicht und rannte los, die Treppe hinunter.
    Unten angekommen sah sie sich kurz um.
    Es gab nur eine einzige Tür, durch die Lyna schlüpfte. An dieser hing auch ein Schloss, welches das Mädchen schnappte und mit einer schnellen Handbewegung verschloss. Von oben hörte sie lautes Wolfsgeheul. Lyna schluckte hart. Das waren über 10 davon!
    Einen Moment lang war sie versucht, einfach aufzugeben, sich einfach den Wölfen zu ergeben.
    Doch das Schloss, welches nun an der Tür hang, würde sie nicht wieder aufbekommen und außerdem würden die inzwischen wütend gewordenen Wölfe sich ganz bestimmt nicht nur mit einer einfachen Festnahme zufrieden geben.
    Lyna schauderte und verbat sich, auch nur einen weiteren Gedanken an so etwas zu verschwenden.
    Kopfschüttelnd drehte sie sich von der Tür weg und schaute sich um. Der Keller sah so normal aus wie ein Keller im Dunkeln aussehen konnte.
    Denn auch wenn Lyna im Dunkeln besser sah als andere, so erblickte sie doch nicht alles.
    Allerdings war das, was sie sah, schon mehr als genug : Der Keller war ein mit allem möglichen Gerümpel gefüllter Raum.
    Lyna nahm eine Fackel aus deren Halterung und zündete sie mit einem Feuerstab an.
    Nach der Dunkelheit wurde das Mädchen von dem hellen Licht geblendet, doch schon nach kurzer Zeit hatte sie sich daran gewöhnt und konnte den Raum vollständig überblicken:
    Das, was sie sah, überwältigte sie so sehr, das sie für kurze Zeit sogar die Bedrohung durch die Wölfe vergaß.
    Allerdings begann sie sofort, den Keller nach der Geheimtür zum Tunnelsystem zu inspizieren, als sich etwas gegen die Tür warf und diese in ihren Angeln erbeben ließ.
    Die Wände des Raumes bestanden aus einfachen Backsteinen ohne Farbe, ohne jegliche Verzierung. Lyna strich mit der Hand an den Steinen entlang, doch sie konnte keinerlei Hinweise auf eine Geheimtür finden. Keine Fugen oder ähnliches!
    Sie überlegt. Vielleicht eine Luke im Boden? Lyna schüttelte den Kopf. Dieser Keller lag auf der Höhe des Tunnelsystems und die tieferen Gänge davon warn nicht mit diesem Teil der Stadt verbunden.
    Dann sah sie den Hebel. Er erinnerte an einen halben, an die Wand gelehnten Besenstiel, weswegen sie ihn bei ihrem Rundgang auch nicht bemerkt hatte.
    Lyna wurde innerlich ganz ruhig, als sie über das Gerümpel stieg. Auch wenn die Tür unter den Stößen von draußen ächzte.
    Entweder sie würde den Hebel rechtzeitig erreichen und fliehen, oder die Wölfe würden sie fangen, töten oder schlimmeres.
    Sie erreichte den Hebel und wollte ihn nach unten drücken. Er bewegte sich keinen Zentimeter.
    Plötzlich war Lynas Ruhe wie weggeblasen. Fast panisch stemmte sie sich gegen den Holzstiel während die Tür immer stärker erbebte. Lange würde sie nicht mehr durchhalten.

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  4. Lix stand immer noch unbeweglich da, als True angerannt kam. Als er auf ihre Ankunft in keiner Weise reagierte, stieß sie ihn hart in die Flanke.
    Augenblicklich fand sich der Wolf wieder in der Wirklichkeit wieder. Er fauchte laut und sprang los, ,,Holt mir dieses Mädchen!"befahl er, fügte aber hinzu : ,,Lebendig!" Einige seiner Wölfe knurrten verärgert, sie hatten sich schon auf das Blut gefreut. Aber nichtsdestotrotz gehorchten aber alle und begaben sich in den Keller.
    Das Mädchen hatte sich jedoch verbarrikadiert.
    ,,Öffnet die Tür", knurrte Lix. Er war noch immer wütend auf sich selbst.
    Er hatte dem Mädchen gegenübergestanden und sie hatte ihn einfach blockiert! Ihn, Lix, der mit 16 ein ganzes Wolfrudel befehligte!
    Ihre Augen waren so schön lila gewesen ... nebenbei bemerkt, eine sehr ungewöhnliche Farbe für ein Menschenmädchen. So etwas trat normalerweise nur bei Magiern auf ... war sie eine Magierin? War das der Grund, warum sein Rudel sie nicht fangen konnte?
    Aber nein. Wäre sie eine Magierin mit solchen Kräften wär sie schon längst am anderen Ende des Königreichs. Warum also konnte sie sich so gut wehren?
    War sie eine Spionin? Gehörte sie gar zu einem der 4 Clans?
    Als Tilan ihn anstieß, verbannte Lix seine beunruhigenden Gedanken in einen entfernten Winkel seines Bewusstseins und schaute auf.
    Die Wölfe warfen sich immer wieder an die Tür. Sie würde bald nachgeben und dann würde sein Rudel endlich die Beute dieser Jagd erhalten. Lix bleckte die Zähne.
    Das Mädchen würde ihm ganz bestimmt nicht entkommen!

    Lyna stand kurz vor vollständiger Panik. Der Hebel bewegte sich noch immer keinen Zentimeter und die Tür, die ihr die Wölfe vom Leibe hielt, war kurz vorm durchbrechen.
    Sie stütze sich mit ihrem gesamten Gewicht auf den Holzstab. Langsam, viel zu langsam für Lynas Geschmack bewegte er sich nach unten. Gleichzeitig bewegte sich an der von der Tür aus entgegengesetzten Wand ein Stück der Wand zur Seite und offenbarte den Eingang zum Tunnelsystem.
    Lyna jauchzte vor Freude auf und rannte zur Geheimtür. Gerade als sie sie erreichte stießen die Wölfe die Tür auf.

    Lix' Augen wanderten durch den Raum. Zuerst konnte er das vor Furcht wie gelähmte Mädchen nicht sehen, doch dann erblickte er sie. Diese kleine Hexe hatte den Eingang zum Tunnelsystem gefunden.
    Aber das war egal. Dieses Mal würde sie ihm nicht entkommen!
    Lix sprang los.

    Lynas Gedanken waren wirklich wie gelähmt. Dort waren die Wölfe! Ihre Flucht war völlig umsonst gewesen!
    Doch da machte sie einen Schritt nach hinten und die Steintür vor ihr schloss sich mit einem Knallen. Sie war in Sicherheit.

    Lix knallte mit dem Kopf gegen die nun geschlossene Steintür und taumelte einige Schritte zurück. Sie war weg. Das Mädchen war ihm entkommen!

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  5. Kapitel 1 - Geschichte der 4 Clans . Erster Abschnitt

    Vor vielen Jahren wurde unser Land von den Menschen aus Karian überfallen.
    Geteilt und unfähig, sich zu vertreidigen wandten sich unsere Vorfahren an die Magier der Indrasberge.
    Nach vielen Bitten und Opfergaben hörten diese endlich unser Leid an und entschlossen, das wir verloren waren. Sie wollten uns nicht helfen.
    Da wurde Aras, Begründer des Geschlechts der Aras, wütend. Er rief nach den Waffen und führt die Armee seines Vaters zu den Idrasbergen.
    Doch die Magier wollten nicht aufgeben. Sie verbarrikadierten sich in dem höchsten aller Türme und beschwörten die Tierdämonen an.
    Es kam zum Kampf zwischen diesen Wesen der Dunkelheit und unseren Vorfahren.
    Lange Zeit schien es so, das die Dämonen gewinnen würden. Von dem Krieg gegen die Menschen aus Karian geschwächt, hatten wir keine Chance.
    Aras war am Verzweifeln und wandte sich an das letzte Mittel:
    Er schlich sich in den Turm der Magier ein und nahm Marman, den Mächtigsten gefangen.
    Ohne Anführer, der den Zauber aufrecht erhielt, lösten die Dämonen sich in Luft auf.
    Wir siegten, und die Magier mussten sich beugen.
    Nur wenige Monate später waren die Menschen aus Karian besiegt und unser Land sicher.
    Um weitere Kriege zu verhindern, befahl Aras den Magiern, unsere Vorfahren noch mächtiger zu machen. Doch Marman konnte sich nicht einfach fügen und suchte deswegen einen Zauber heraus, der uns zwar mächtiger machen würde, doch gleichzeitig eine vollständige Einigung verhindern würde.
    Die Magier sprachen den Zauber uns damit brach das Verhängnis über uns herab. Jedem Mensch wurde eines der 4 hohen Totemtiere zugeordnet, Wolf, Adler, Bär oder Falke. Doch sie passten nicht zusammen.
    Familien brachen auseinander, beste Freundschaften waren von einem Tag auf den anderen auseinander, das Land teilte sich in 4 Teile.
    Aras, dem der Wolf zugeordnet war, verfluchte die Magier.

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  6. Kapitel 2 - Die Begegnung

    "Du hast sie entkommen lassen!", Orian, Anführer der Wölfe, schlug auf den Tisch.
    "Vater, ich ...", versucht Lix sich zu verteidigen.
    "Halt deinen Mund!", der Junge verstummt: "Ich vertraue diese Jagd meiner Elitetruppe unter meinem eigenen Sohn an und was macht er: Er lässt sie entkommen! Mein eigener Sohn!"
    Lix senkte den Kopf. Orion ... sein Vater hatte Recht. Er, als Anführer seines Rudels hatte dieses Mädchen entkommen lassen. Es war ganz alleine seine Schuld.
    "Sie ist aus dem Palast entkommen."
    "Sie hatte nichts gestohlen. Das sah man an ihren Spuren. Und außerdem ...", warf Tilan ein.
    Orions Blick war eiskalt, so das der Lix' Stellvertreter förmlich in sich zusammensackte.
    "Das ist verdammt noch mal egal!", Lix' Vater schaute wieder zu seinem Sohn: "Sie war unerlaubt in dem Palast und sie ist ungeschoren entkommen! Ich will sie haben!"
    Palais, Orions Stellvertreter, nickte und trat ab.
    "Tilan, True, verschwindet!", befahl der Anführer der Wölfe.
    Tilan sprang geradezu zur Tür hinaus. True warf Lix einen mitfühlenden Blick zu und ging dann langsam zur Tür hinaus.
    Stille senkte sich über den Raum. Schließlich stellte sich Orion vor seinen Sohn. Lix schaute zu ihm auf.
    "Du wirst von deinem Posten als Rudelsführer entlassen.", der Junge presste die Lippen zusammen, nahm dies aber gelassen zur Kenntnis. Orion fuhr fort: "Du wirst in nächster Zeit weder auf Patrouille gehen noch am Training teilnehmen, sondern darüber nachdenken, was du falsch gemacht hast.", der Mann trat einige Schritte auf seinen Sohn zu: "Lass dir das eine Lektion sein!"
    "Aber Vater ...", protestierte Lix: "Das Mädchen hat nichts gestohlen."
    "Nein! Du hattest eine Aufgabe und hast sie nicht ausgeführt!", Orions Ton duldete keine weiteren Widerworte. Der Junge nickte und ging langsam zur Tür.
    "Sie ist durch die Tunnel geflohen.", er drehte sich noch einmal um: "Sie kennt die Diebe und sie hat ... etwas an sich. Sie ist nicht normal."
    Orion ignorierte ihn.
    Lix zuckte mit den Schultern und verließ den Raum.

    Draußen angekommen verwandelte er sich in einen Wolf und lief los. Er lief zum See vor der Stadt.
    Der Junge verwandelte sich zurück und lehnte sich gegen einen der großen Steine, die um das Wasser herum verstreut lagen. Manche munkelten, das dies einst der Spielplatz von Ríesenkindern gewesen ist, vor langer Zeit, bevor die Menschen das Land für sich beansprucht hatten. Doch er als Wolf glaubte nicht an solche Geschichten.
    Lix schaute in den Himmel. Das hatte er nun davon, das er so von den lilanen Augen des Mädchens fasziniert gewesen war. Er hatte sein Rudel verloren und war vom alltäglichen Leben des Clans ausgeschlossen.
    Er schloss seine goldenen Augen

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