In dem Land Dalin ist nichts real.
Gedanken werden hier zu Realität, man sieht, fühlt, schmeckt, riecht das, was man sich vorstellt.
Und nichts anderes.
Doch Gedanken sind flüchtig und hören auf zu existieren, wenn man sich nicht mehr darauf konzentriert.
Um stabile Gegenstände zu erhalten, braucht man die Kari, sogenannte Speicherköpfe. Sie halten sie stabil, wenn auch gegen ein nicht geringes Entgelt.
Das Mädchen Lila hat erstaunliche Speicherfähigkeiten.
Mit 5 beginnt sie ihren Dienst unter dem König Dalins.
Doch dann kommen reale Dinge ins Traumland, Dinge, die nicht verschwinden.
Und Lila muss beweisen, das sie eine vollständige Kari ist.
Personen:
Lila (Lilian) - Speicherkopf
Ray - Lilas Bruder, entdeckt ihre Macht
hey!
AntwortenLöschenein wirklich hüber blog, den du hier hast!
du, ich habe meinen link geändert, un da du mir ja folgst wollte ich dir deswegen bescheid sagen :)
http://aidans-way-to-heaven.blogspot.de/
also, hoffe du liest weiterhin :)
lg, dein aidan ♥
klar lese ich weiter, aber du hast iwie das auf dem falschen Blog geschrieben :P
LöschenJust for me wäre passender gewesen
lg <3
"Schau mal, was ich gemalt hab!", die fünfjährige Lila streckte ihrem Bruder ein Bild entgegen, auf dem ein großer See abgebildet war.
AntwortenLöschen"Toll.", Rex zog seine kleine Schwester zu ihm auf den Felsen hoch.
"Da!", sie reichte ihm das Bild.
"Wie schön.", Rex lächelte:"Wie lange hast du dafür gebraucht?"
"3 Tage."
"Dann hast du es gerade eben erst fertiggestellt, hm?"
"Nein. Gestern. Ich wollte es dir unbedingt noch zeigen."
"Du hast es einen Tag lang gespeichert?", Rex blickte erstaunt zu dem Mädchen: "Dann hast du ja einen Tag lang nichts gegessen! Du musst hungrig sein!"
"Doch. Hab ich.", Lila rieb sich ihren Bauch.
"Aber ... wie?"
"Ich habs einfach gespeichert.", sie grinste.
"Ge ... speichert? Einen ganzen Tag lang?", panisch sah Rex sich um, schnappte sich seine Schwester und das Bild und rannte los.
"Hey! Du tust mir weh!", Lila versuchte sich aus seinem Griff zu befreien, doch gegen ihren großen Bruder hatte sie nicht den Hauch einer Chance.
Am großen Herrenhaus angekommen schloss der Junge hastig die Tür auf und schubste seine Schwester ins Innere.
Beleidigt lief das Mädchen ins Teezimmer, zog einen Schmollmund und verkündete der dort versammelten Gesellschaft: "Der Rex, der ist böse! Er hat mir wehgetan! Und mein Bild ...", sie zog demonstrativ die Nase hoch.
"Was ist denn mit deinem Bild, Schatz?", fragte ihre Mutter sanft.
"Ach, gar nichts. Wir spielen nur.", Rex zog Lila aus dem Zimmer und schob sie zur Seite.
"Rex!", rief seine Mutter, doch die beiden Geschwister waren verschwunden.
Verwundert drehte sie sich zu der Teegesellschaft um, lächelte und fragte: "Braucht noch jemand irgendetwas?"
Rex währenddessen zog Lila die Treppe hinauf.
"Lass mich los!", rief das Mädchen immer wieder.
"Tsch!", der Junge legte einen Finger auf seine Lippen: "Sei still!"
Auf der zweiten Etage schob er seine Schwester in sein Zimmer und schloss sorgfältig die Tür hinter sich ab.
Lila saß inzwischen auf seinem Bett neben dem Fenster und sah ihn mit großen Augen an.
Der Schlüssel klickte im Schloss.
Rex kniete sich vor seine Schwester und nahm ihre Hand.
"Spielen wir jetzt etwa Prinz und Prinzessin?", wollte Lila erfreut wissen, doch irgendetwas in dem Blick ihres Bruders ließ ihr die Worte ihm Halse gefrieren.
"Darf ich nicht mehr malen?", in ihren Augen glitzerten Tränen.
"Nein ... Natürlich darfst du malen!", er wischte eine kleine durchsichtige Träne aus ihrem Augenwinkel fort: "Aber du darfst niemandem etwas davon erzählen! Versprichst du es?"
Irgendetwas knallte gegen die Tür.
"Lila, du musst es versprechen!", Rex Stimme wurde eindringlicher: "Du darfst niemanden davon erzählen!"
Auf dem Flur wurden Stimmen laut.
"Warum ist hier abgeschlossen?", ein Rütteln an der Tür. Dann: "Rex, mach sofort die Tür auf!"
"Lila!", die Tür bebte in den Angeln, als irgendetwas Schweres gegen das dicke Holz geworfen wurde.
In den Augen des Mädchens glänzte Angst.
Rex schüttelte sie, doch sie wandte den Blick nicht von der Tür ab.
"Lila, du musst es versprechen!", seine Stimme wurde lauter, um das Geschrei vom Flur zu übertönen.
Keine Reaktion. Lila saß weiterhin wie versteinert da.
Ein weiterer Schlag gegen die Tür. Stöhnend gab das Holz nach.
"Lila!", brüllte Rex, während er von fremden Männern in langen tiefschwarzen Gewändern von seiner Schwester weggezerrt wurde.
Er riss sich los, berührte ihre Stirn.
Wieder griffen die Männer nach ihm. Er versuchte sich erneut zu befreien, doch dieses Mal war ihr Griff fester und sicherer.
"Lila!", brüllte er: "Du musst!"
"Lila!!!!"
Das war das letzte Mal, das Lilian die Auserwählte ihren Bruder Rex sah.