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Montag, 8. Oktober 2012

Grischden

Das ist meine einzige wirklich abgeschlossene Geschichte, die ich für einen Schreibwettbewerb geschrieben habe. Naja, ich bin nicht weitergekommen, aber einen Versuch wars ja wert.

Außerdem ist das die Weihnachtsgeschichte für Lady Morgana.
Ich wünsche frohes Fest!

4 Kommentare:

  1. Zuerst dachte ich, das Päckchen wäre ein Geburtstagsgeschenk, das ich vergessen hatte,
    auszupacken, doch das passte einfach nicht zu mir. Ich war verrückt nach Geschenken, wahrscheinlich weil ich nur so wenige bekam. Und außerdem kamen Geschenke immer mit der Frühmorgenpost, das war billiger. Doch dieses Päckchen kam mit der Mittagspost, genau dann, als ich mich zum Nachmittagstraining bereit machte. Ich wollte gerade die Tür öffnen und auf den Flur hinaus treten, da stolperte ich – über das Päckchen. Ich hob es auf. In schlichtes braunes Packpapier eingewickelt war es federleicht. Ich stellte es in mein Zimmer und ging zum Training. Denn wenn ich es verpasst hätte, wäre jemand nachsehen gegangen,
    wo ich bleibe und irgendetwas sagte mir, das dieses Päckchen nur mir gehörte und niemand außer mir es sehen durfte. Beim Training konzentrierte ich mich kaum, meine Gedanken waren noch beim Päckchen.
    Wir sollten nur einige Blitze wirken, was ich ziemlich gut beherrschte, doch heute bekam ich es nicht hin. Die Blitze schossen unkontrolliert umher und einer davon warf mich um. Xena, meine Kampfpartnerin und Freundin beugte sich über mich. ,,Tirin? Alles OK?’’, fragte sie besorgt. Ich nickte brav mit dem Kopf und wollte gerade wieder anfangen, als Xena mich zurückhielt.,, Ich sehe doch, das du nicht in Ordnung bist. Also raus mit der Sprache, was ist los?’’ ,,Far nichts!’’, rief ich gereizt zurück.
    Das war das erste Mal, seitdem ich das Päckchen bekommen hatte, das ich sprach. Ich hörte selbst, das etwas nicht in Ordnung war. Doch es war mir egal. Ich wollte nur ganz schnell in mein Zimmer und das Päckchen öffnen. Xena ließ mich für den Rest des Unterrichts in Frieden, doch sie schaute mich immer wieder besorgt an. Ich ignorierte sie, obwohl es nicht leicht war. Ich blickte einfach gerade aus. Als unser Lehrer uns endlich mit seinem: ,,Schluss für heute!’’ erlöste, war ich völlig geschafft. Ich konnte mich gerade noch in mein Zimmer schleppen, bevor ich
    zusammenbrach.
    Ich wachte sehr viel später auf, jedenfalls war der sternenübersäte Himmel, den man von meinem
    Zimmer aus wundervoll betrachten konnte, schon ziemlich dunkel.
    Ich stand auf und zog meine Trainingssachen aus und meine Hauskluft an. Als der weiche Seidenstoff meine Haut streifte, seufzte ich erleichtert auf.
    Ich setzte mich auf mein Bett und wollte das Päckchen öffnen.
    Doch irgendetwas hielt mich zurück.
    Ich betrachtete es genauer. War es das, was ich vermutete? Ja. Mir stockte der Atem.
    Dort, in der kleinen Ecke ganz unten war ein klitzekleines Zeichen aufgemalt.
    2 Totenköpfe!
    Dies war das Zeichen der ,,Grischden'', eine Gruppe von grausamen Wesen, die Kinder stahlen. Was sie mit ihnen machten, war unbekannt. Zum Glück.
    Sobald man das Päckchen öffnete, wurde ein Teleportationszauber ausgelöst, der einen direkt
    zu diesen Monster brachten. War man erst in ihren Klauen, hatte man keine Chance mehr.
    Und ich sollte auch entführt werden!
    Ich rannte so schnell ich konnte ins Büro des Direktors. Ich wurde vor die Tür gesetzt und als wenig später jemand herauskam, fragte ich neugierig : ,,Und?'' Jemand antwortete knapp: ,,Wir wissen noch nichts!''
    Dann stand ich wieder allein auf den Flur. Ich lief los und unbewusst trugen meine Beine mich direkt zu Xenas Quartier. Ich entschied kurzerhand, das ich mich für meine Unfreundlichkeit vorhin beim Training entschuldigen sollte.
    Doch ich bemerkte rasch, das dies nicht der richtige Zeitpunkt war. Schon von weitem hörte ich die schaurige Musik.
    Xena gehörte irgendeinem religiösen Kult an, weswegen sie zuerst auch nicht an die Schule angenommen werden sollte. Ihr richtiger Name war Xenarobarisa. Unaussprechlich,
    deswegen nannten alle sie nur Xena.

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  2. Trotz aller Widrigkeiten öffnete ich die Tür. Zuerst konnte ich überhaupt nichts sehen, alle Fenster mit schwarzen Tüchern abgedeckt waren.
    Und da saß sie, die Augen fest verschlossen.
    Eine Weile stand ich im Türrahmen und beobachtete meine Freundin, bis sie aufstand.
    Hatte Xena mich bemerkt? Ja!
    ,,Was ist?'', fragte sie kalt. Ich wollte gar nicht hierher!, diese Antwort lag mir schon auf der Zunge. Doch ich zögerte.
    Schließlich erklärte ich ihr alles:,, Ich habe ein Grischden -Paket bekommen!''
    ,,Und das sagst du mir erst jetzt?'', rief sie. ,,Ja'', murmelte ich leicht errötend.
    ,,Wo ist es?'' ,,Ihm Büro!'', antwortete ich überrascht.
    ,,Im Büro? Bist du den vollständig verrückt geworden?'', fauchte Xena.
    ,,Warum?'', nuschelte ich verständnislos.
    ,,Na überleg doch mal! Alle Pakete, die in die Schule geliefert werden, werden davor
    kontrolliert, oder? Und das du ein Grischden -Paket bekommen hast, kann nur bedeuten...''
    ,,Das jemand wollte, das ich bekomme!'', ich starrte meine Freundin fassungslos an.
    Jemand in der Schule wollte mich loswerden!!!
    Aber wer war es?
    Dafür kam eigentlich nur jemand in Frage, den ich in irgendeiner Weise besiegt hatte oder anderweitig beleidigt hatte. Doch alle, die ich je besiegt hatte, hatten auch mich einmal besiegt! Und beleidigt hatte ich noch nie jemanden! Niemand war so wütend auf mich, das er mich loswerden wollte!
    Außer eine!, murmelte eine kleine Stimme in meinem Kopf, außer eine.
    Den Gedanken an sie hatte ich immer von mir weggeschoben.
    Den Gedanken an Luis. Ich schauderte.
    Luis wurde von ihrem Vater hierher auf die Schule geschickt, damit sie eine große und berühmte Kämpferin wurde, genauso wie ihre Mutter. Doch kurz darauf traf die Nachricht ein.
    Ihr Vater war tot.
    Genau am Tag der Prüfung. Luis, völlig am Boden zerstört, verlor einen Kampf nach dem anderen. Ihre letzte Chance wäre ich gewesen, Tirin. Bis dahin hatte ich alle Kämpfe
    gewonnen, so das es auf diesen einen nicht mehr ankam.
    Doch niemand sagte mir auch nur ein Sterbenswörtchen darüber.
    Ich besiegte Luis.
    Hätte irgendjemand mir das gesagt, hätte ich sie gewinnen lassen können!
    Doch sie flog von der Schule, fand aber eine Anstellung als Küchenmädchen.
    Sie hat mir nie verziehen. War das ein Grund, um mich loszuwerden?
    ,,Du denkst an Luis!'', stellte Xena fachmännisch fest. Ich blickte auf: ,,Woher weißt du das?''
    ,,Dein Gesicht! Man sieht dir an, das du an sie denkst. Und du siehst gequält aus. Komm, wir statten ihr einen Besuch ab!''
    Musste das jetzt sein? Die letzte, die ich jetzt sehen wollte, war Luis! Ich folgte Xena aber brav, den diese kleine gemeine Stimme in meinem Inneren sagte mir auch, das dies richtig war.
    In der Küche mussten wir erst mal an Mrs. Carter vorbei, einer dicken Köchin, die immer um aller Wohl besorgt war – auch um das von Luis!
    ,,Was wollen den zwei Kämpfer hier unten?'', fragte sie und wackelte dabei ulkig mit ihren Wangen. Ich musste mir ein Kichern unterdrücken.
    ,,Wir wollen mit Luis sprechen'', sagte Xena mit fester Stimme. ,,Mit Luis, hm. Seid ihr sicher, das ihr sie nicht einfach nur auslachen wollt?'', Mrs. Carter schaute uns prüfend an.
    ,,Nein, ganz sicher nicht. Tirin hier'', sie deutete auf mich: ,,hat ein Grischden -Paket bekommen und wir haben den Verdacht, das Luis etwas damit zu tun hat!'' Bei dem Wort
    Grischden -Paket wurde Mrs. Carter blass. Noch blasser als sonst. ,,Ein Grischden - Paket ...aber ..das geht doch nicht ... ich meine...'', murmelte sie verständnislos. Musste Xena eigentlich immer zu allen so...so offen sein?

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  3. Xena drängte sich mit mir im Schlepptau an Mrs. Carter vorbei.
    ,,Man Xena, war das nötig!'', fuhr ich sie an: ,,Musst du alle immer mit deinem direkten Wesen erschrecken!'' ,,Ja'' Dann sagte sie nichts mehr. Kein einziges Wort.
    Luis sprach uns an, bevor wir sie bemerkten. Sie schlich sich einfach von hinten an uns heran.
    ,,Will die große Tirin etwa wieder ihren Sieg genießen?''
    Das stimmte nicht ganz. Ich war kurz nach meinem Sieg über Luis hierher gekommen, um mich zu entschuldigen. Ich hatte sie nicht gefunden und seitdem mich nie wieder heruntergetraut.
    Xena stieß mich mit dem Ellenbogen. Ich trat vor Luis. ,,Ich...ich habe ein Grischden -Paket bekommen und ich...ich meine...wir vermuten...'', setzte ich an, doch Luis vervollständigte den Satz für mich: ,,das ich etwas damit zu tun habe, ich weiß. Und das stimmt auch. Bestimmt hat deine Freundin'', sie trat einen Schritt vor Xena: ,,Dir das eingeflüstert. Wie hieß dieses mickrige Gescjöpf noch mal? Ach ja, Xenarobarisa.'' Sie ließ sich den Namen auf der Zunge zergehen.
    Luis war verrückt! Verrückt, wahnsinnig und verwirrt.
    ,,Glaub mir!'', Luis Gesicht kam meinem immer näher: ,,Ich werde nicht zulassen, das ihr und vor allem du noch einmal ungeschoren davonkommst!''
    Oh, oh, das roch nach Ärger. Luis hob ihre Hand.
    Wie ein witterndes Tier hob Xena den Kopf. Ihre Augenfarbe veränderte sich.
    Nach und nach verwandelte sie sich in ein Tensch, ein Mischwesen aus Mensch und Tier.
    Plötzlich wusste ich, welchem Religionskult Xena angehörte!
    Den Tenschanern.
    Alle Mitglieder dieser Religion konnten sich mehr oder weniger in einen Tensch verwandeln.
    Xena auch. Innerlich schwor ich, sie nie wieder zu unterschätzen!!!
    ,,Ein Tensch und mickriger Zauberlehrling wollen sich mit mir messen!? Wahaha! Ihr glaubt doch nicht wirklich, das ihr es mit mir aufnehmen könnt?''
    Ich wandte mein Blick ihr zu. Sie war wahnsinnig, und obwohl sie fast ein Jahr lang nicht ordentlich trainiert hatte, hervorragend in Form. Blitze schossen ihr aus den Fingern.
    Aus Reflexschmiss ich mich hinter eine große Vorratskiste. Sie explodierte mit einem Knall und ließ mich ohne Schutz sitzen. Ich konnte nicht glauben, was ich da gerade gesehen hatte!
    Ich kroch schnell hinter eine weitere Kiste und so jagte Luis mich durch den gesamten Raum.
    Schaum lief ihr aus einem Mundwinkel.
    Schließlich explodierte die letzte Kiste und ich saß ohne Schutz da.
    Luis war dabei völlig in ihren Kampf mit mir vertieft und auch ich konzentrierte mich darauf, nicht getroffen zu werden, deshalb sah keiner von uns beiden Xena, als diese sich auf Luis warf. Sie rangen eine Weile miteinander, doch dann verpasste Luis Xena einen Schlag und diese blieb besinnungslos liegen. Triumphierend schaute Luis mich an.
    Kalte Wut erfüllte mich. Niemand hatte das Recht, einen Tensch bewusstlos zu schlagen und schon recht nicht, wenn dieser Tensch meine beste Freundin Xena war!!!
    Ich prüfte meinen Stand und hob die Hände. Ich hatte diesen Zauber erst einmal gesehen und war mich nicht sicher, ob er auch funktionieren würde. Er hieß Kriagormacht. Extrem stark.
    Durch die Wucht des Zaubers wurde ich abwechselnd zu Boden und gegen die
    Wand gedrückt. Plötzlich war wieder alles still. Wir lagen alle schmerzerfüllt oder bewusstlos am Boden.
    Der Rektor kam und nahm Luis gefangen. Xena, die inzwischen wieder in ihre Menschengestalt war, wurde auf die Krankenstation gebracht. Blut floss ihr aus den
    Mundwinkeln.

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  4. Ich wandte mich wieder Luis zu, die sich immer noch heftig gegen ihre Wachen währte.
    Zuletzt bekam sie einen Betäubungsblitz ab, der sie lähmte. Doch ihre Gedanken lähmte dieser Zauber nicht. Nichts konnte die Gedanken lähmen. Und jetzt spürte ich sie deutlich.
    "Ich komme wieder!", flüsterten Luis Gedanken: ,,Und dann wirst du bezahlen müssen!"
    Und ich war sicher, das Luis ihre Drohung ernst machen würde.
    Einige Tage später wurde Xena wieder entlassen. Ich war gerade auf dem Balkon und beobachtete erneut die Sterne. Xena schob ihre Hand in die meine. ,,Wird...'', flüsterte ich: ,,Wird je wieder Frieden einkehren, zwischen mir und Luis?''
    ,,Ja!'', murmelte Xena: ,,Ganz bestimmt!''
    Gemeinsam schauten wir hoch und erblickten das friedvolle Sternenzelt.
    Alles würde Gut werden! Ganz bestimmt!


    ENDE

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